Um festzustellen, welcher Art und welcher Ausdehnung ein Tumor ist, entnehmen Ärzte bei einem kleinen Eingriff (Probebiopsie) Teile des verdächtigen Gewebes; das ist unabhängig davon, ob es sich um den schwarzen oder weißen Hautkrebs handelt. Das Gewebe wird ins Labor zur Untersuchung eingeschickt. Zurück kommt eine Auswertung, in der das Ergebnis zum Krebsstadium zuverlässig angegeben wird. Dieses Ergebnis gibt Auskunft über das „Staging“ und das „Grading“ einer auffälligen Hautveränderung mit Verdacht auf weißen Hautkrebs.

Staging von weißem Hautkrebs

Wenn der Arzt von Staging spricht, dann redet er über das Stadium der möglicherweise krankhaften Zellveränderung. Es geht im Staging also darum, wie weit der Krebs bereits fortgeschritten ist. Dabei wird in die so genannten TNM-Stadien unterschieden:

  • Die Einteilung T 1 – 4 gibt Auskunft über die Ausdehnung eines Tumors.
    • TO = kein Tumor nachweisbar
    • T1 = Tumor kleiner 2 cm
    • T2 = Tumor 2-5 cm
    • T3 = Tumor größer 5 cm
    • T4 = Tumor jeder Größe, Ausdehnung in benachbarte Bereiche
  • Die Abkürzungen N 0 – 3 bezieht sich auf den Befall von Lymphknoten und
  • M 0 – 1 bezeichnet die Metastasenbildung. Je höher die Ziffer ist, desto weiter hat sich der weiße Hautkrebs bereits ausgedehnt.

Ein TNM-Staging könnte demnach zum Beispiel so aussehen:  T1N0M0 = kleiner Tumor ohne Befall der Lymphknoten und ohne Metastasenbildung. Wird bei einem Patienten bereits ein zweites Mal ein Tumor festgestellt, dann werden noch zusätzlich kleine Buchstaben hinzugefügt. Eingeteilt wird in die vier Stufen G1 bis G4. Sie bezeichnen das Grading von weißem Hautkrebs.

Grading von weißem Hautkrebs

Die Angabe des Gradings beschäftigt sich mit der Aggressivität bzw. der Malignität eines Tumors des weißen Hautkrebses. Je höher die Zahl ist, desto aggressiver und anormaler sind die Tumorzellen. G1 bedeutet, dass die Tumorzelle noch sehr ähnlich im Vergleich zu einer gesunden Hautzelle ist. G1-Zellen sind demnach nicht so aggressiv. Das Grading G 4 allerdings weist auf stark entartetes Zellwachstum hin. G4-Zellen sind sehr aggressiv und unterscheiden sich stark von normalen Körperzellen.

  • G1 = Zellen ähneln gesunden Haushautzellen, langsames Wachstum, Aggressivität gering
  • G2 = gleichmäßig differenzierte Zellen
  • G3 = schlecht differenzierte Zellen
  • G4 = sehr undifferenzierte Zellen, abnormal, schnell wachsend, aggressiv in benachbartes Gewebe einwachsend.
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Nachweis eines Resttumors

Nachdem der Patient operiert wurde, überprüfen die Ärzte im Nachgang, ob vom Tumor etwas übrig geblieben ist, oder ob sie ihn komplett entfernen konnten. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird mit der Abkürzung R (Residualtumor) bezeichnet. Die Stufe R0 weist auf keinen Resttumor hin, Stufe R1 bezeichnet einen Resttumor, der so groß ist, dass er unter dem Mikroskop noch zu erkennen ist und R2 bezeichnet einen Resttumor, der mit bloßem Auge zu erkennen ist.

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