Bei der Behandlung von weißem Hautkrebs kann in Ausnahmefällen auch eine Chemotherapie zur Anwendung kommen. Die Chemotherapie bei Basaliomen gliedert sich in die lokale Chemotherapie und die systemische Chemotherapie. Die chemotherapeutische Behandlung krankhafter Hautzellen auf lokaler Ebene ist eine Alternative zur Immuntherapie.

Lokale Chemotherapie

Die lokale Chemotherapie meint die Verwendung einer Salbe, die 4-6 Wochen täglich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen wird. Als wirksamer chemischer Bestandteil ist unter anderem 5-Fluorouracil zu nennen. Es wirkt lokal auf die krankhaften Zellen in der Haut. Die gesunde Haut bildet jedoch auch deutlich sichtbare Irritationen aus.

Ziel der lokalen Chemotherapie ist, dass sich die behandelten Hautstellen entzünden und krankhafte Zellen dadurch abstoßen. Die lokale Chemotherapie wurde noch nicht auf lange Zeit untersucht. Insofern steht eine Überprüfung der Vorteile bei ausgedehnten Basaliomen immer noch aus.

Systemische Chemotherapie

Die systemische Chemotherapie ist im Prinzip immer die letzte Wahl. Erst wenn Basalkarzinome Metastasen bilden und keine andere Therapie mehr hilft, kann die systemische Chemotherapie versucht werden. Systemische Chemotherapie bedeutet, dass der Patient entweder in Tablettenform oder intravenös Zytostatika (Krebsmedikamente) verabreicht bekommt, die die Krebszellen im Körper finden und zerstören.

Bei der Injektionstherapie erhält der Patient dreimal täglich Interferone, die das Basaliom in 50-90 % aller Fälle verkleinern. Insbesondere bei der Ausbildung großer Tumore kann das von Vorteil sein, da eine chirurgische Entfernung eventuell zu großen Problemen in Hinblick auf die plastische Chirurgie führt. Bei jedem Basaliom gilt, dass bei unvollständiger Entfernung in 70 % aller Fälle die Krankheit wieder ausbricht.

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Nebenwirkungen der Chemotherapie

Die Nebenwirkungen einer Chemotherapie können ganz unterschiedlich ausfallen. Die Lokale Chemotherapie verursacht dabei weniger Nebenwirkungen, als die systemische Chemotherapie. Während die lokale Chemotherapie Jucken, Rötungen, Brennen und stechende Schmerzen an den behandelten Hautpartien nach sich ziehen kann, sind die Nebenwirkungen bei der systemischen Chemotherapie deutlich stärker.

Bei der systemischen Chemotherapie müssen Patienten mit Übelkeit rechnen, die Schleimhäute können austrocknen und die Durchblutung verschlechtert sich. Die systemische Chemotherapie wirkt sich auf die Leber aus und beeinträchtigt die Produktion bestimmter Enzyme. Das wiederum führt dazu, dass die Lebertätigkeit eingeschränkt ist und das gesamte Wohlbefinden leidet. Patienten können sich allgemein schwach, erschöpft und niedergeschlagen fühlen. Allerdings gibt es auch eine ganze Reihe von Patienten, bei denen die Nebenwirkungen überraschend gering sind. Die Ausprägung hängt ganz stark vom Krankheitsbild, von der Dosierung und Zusammensetzung der Medikamente  sowie der körperlichen Konstitution des betreffenden Patienten ab.

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