Vereisung von weißem Hautkrebs

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Das Basaliom

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Vereisung von weißem Hautkrebs
Bei der Vereisung wir die Haut mit flüssigem Stickstoff behandelt, wodurch das kranke Gewebe abgestoßen wird

Um den weißen Hautkrebs zu bekämpfen, kann zum Verfahren der Kryotherapie gegriffen werden. Kryotherapie, auch Kryochirurgie genannt, stellt eine Vereisung der Haut mit flüssigem Stickstoff dar. Der Einsatz auf krankem Hautgewebe führt dazu, dass dieses abgestoßen und durch gesunde Haut ersetzt wird. Im Zuge der Behandlung wird die Haut für einige Sekunden extrem abgekühlt und eingefroren. Der Begriff „eingefroren“ bedeutet, dass das Wasser in den Hautzellen einfriert und krankes Gewebe aufgrund des großen Kälteschocks abstirbt. Entweder wird der Flüssigstickstoff direkt aufgespürt oder durch eine Berührung mit einer Metallsonde oder einem Wattebausch aufgebracht. Ob eine Behandlung ausreichend tief und ausreichend weit erfolgt, kann der Arzt anhand der Verfärbung und Reaktionen der betroffenen Hautstelle einordnen. Im Zweifel wird eine so genannte Temperaturmessnadel zur Kontrolle eingesetzt.

Kryotherapie ambulant in der Praxis

Um die Kryotherapie durchführen zu können, werden überwiegend ambulante Termine vergeben. Infektionen sind eher selten und das Verbinden der entstandenen Wunden einfach. Eine örtliche Betäubung ist fast nie erforderlich und eine Blutung ist während der Behandlung nicht zu erwarten. Die Narbenbildung ist erfahrungsgemäß akzeptabel und die Therapiesitzungen können so lange wiederholt werden, bis das gesamte kranke Gewebe zerstört ist.

Nebenwirkungen der Vereisungstherapie

Im Zuge der Vereisung und des Auftauens können stechende Schmerzen an den behandelten Hautpartien auftreten. Das Stechen legt sich jedoch innerhalb weniger Minuten wieder. Bei besonders tief gehender Vereisung und bei Kindern wird einer Behandlung zuerst eine lokale Betäubung vorausgeschickt.

Fast immer müssen Patienten sich mit starken Rötungen und auch Schwellungen abfinden, die sich nach ein bis zwei Tagen in Form von Wasser- oder Blutblasen bemerkbar machen. Die Blasen platzen auf und die Gewebsflüssigkeit tritt aus. Dieses Verhalten ist ganz normal und zeigt an, dass die Gewebezerstörung erfolgreich war. Kleinere Blasen können lokal mit einem Pflaster abgedeckt werden, größere Blasen lassen sich manuell aufstechen und verbinden. Das sollte jedoch nur vom Arzt durchgeführt werden, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. In jedem Fall ist nach dem Aufstechen einer Blase eine antiseptische Salbe aufzutragen. Nun dauert es noch 7-14 Tage, bis das vereiste krankhafte Gewebe des Basalioms abfällt. Danach bildet sich eine Kruste. Der Heilungsprozess nimmt noch einmal 3 bis 4 Wochen in Anspruch. Sollte die Vereisung in tiefe Hautregion vorgestoßen sein, kann sich der Heilungsprozess länger hinziehen. Sobald die Hautwunde geschlossen ist und die Narbenbildung stattfindet, bildet sich eine sehr helle und zarte Haut. Später passt sich das Narbengewebe weitgehend an die umgebende Haut an, so dass es kaum noch wahrnehmbar ist.

Besonderheiten der Vereisung von weißem Hautkrebs

In einigen Fällen bilden sich Narbenwucherungen, die an Warzen erinnern. Das ist jedoch kein Hinweis auf eine schlechte oder nicht erfolgreiche Behandlung. Die Warzen vergehen von selber oder können ganz leicht mit einer Pinzette selbst entfernt werden.

Bösartige und tiefsitzende Hauttumore des weißen Hautkrebses müssen besonders lange und gründlich vereist werden. Dann ist die Erfolgsaussicht groß, den Krebs ganz auszurotten. Mit der besonders gründlichen Vereisung gehen auch besonders große, besonders nässende und besonders anschwellende Wunden einher. Die Verkrustungen sind dunkel, fast schwarz. Die auftretenden Schmerzen können jedoch mit Paracetamol gut behandelt werden.

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