Therapien gegen Basaliome (weißer Hautkrebs)

Das Basaliom: Taschenbuch

Das Basaliom

Das Basaliom: Der häufigste Tumor der Haut, 164 Seiten.

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Die Medizin hat eine ganze Reihe von Therapien gegen den weißen Hautkrebs entwickelt. Der Arzt schlägt die geeignete Therapieform vor. Je nach Krankheitsbild, Konstitution des Patienten und Krankengeschichte tragen einzelne Therapien oder Kombinationen davon fast immer dazu bei, den weißen Hautkrebs komplett zu besiegen. Die Erfolgschancen liegen zwischen 95% und 99% und sind damit so hoch wie fast nirgends sonst in der Krebstherapie.

Basaliome können verschiedenartig wachsen. Es gibt wulstige Basaliome, die eine halbkugelförmige Ausbildung haben, andere sind flach. Manche Basaliome sind pigmentiert, andere zeigen eine gelbliche Färbung. Dringt ein Basaliom tief in die Hautschichten ein, ist die Behandlung schwieriger, als bei flachem Hautkrebswachstum. Ob ein Basaliom vorliegt und ob es behandelt werden muss, bringt das Ergebnis einer Gewebeprobe ans Licht.

Fakt ist, dass jeder einzelne Therapieansatz die besten Erfolge hat, je früher er eingesetzt wird. Der Patient kann entscheidend zur Genesung beitragen, wenn er ein regelmäßiges Hautscreening oder einer Selbstuntersuchung durchführt. Je früher der Patient beim Arzt ist, desto schneller wird die Krankheit erkannt und kann erfolgreich behandelt werden.

Chirurgischer Eingriff mit höchsten Erfolgschancen

Therapien gegen Basaliome
Im Idealfall kann das Basaliom komplett entfernt werden

Die operative Entfernung von Basaliomen stellt immer noch die erste Wahl dar. Sie zeigt je nach Methode die größten Erfolge. Wenn ein Tumor wiederkehrt, sollte wenn möglich ein chirurgischer Eingriff zum Wegschneiden des bösartigen Tumorgewebes gewählt werden. Die Erfolgsquote ist am höchsten.

Die mikrographische Chirurgie sieht vor, dass beim Operieren ungefähr 2-5 mm Abstand vom Karzinom gehalten werden. Man schneidet also gesundes Hautgewebe mit ab, um die problematischen Zellen möglichst vollständig zu entfernen. Wenn es um Ersttumore geht, stehen die Heilungschancen bei der operativen Entfernung in einer Frist von fünf Jahren bei 99 %. Wiederkehrende Tumore können immerhin mit einer Erfolgsquote von 95 % komplett entfernt werden. Konventionelle chirurgische Eingriffe sehen einen größeren Sicherheitsabstand vor. Dieser kann bis zu 10 mm zum befallenen Gewebe betragen. Die Untersuchung der Ränder einer so durchgeführten Biopsie wird nur stichprobenartig gemacht, es besteht deshalb ein gewisses Restrisiko, dass nicht alle bösartigen Zellen entfernt wurden: In 2-5 % aller Fälle kommt es zu einem Rückfall.

Weitere Therapieformen zur konventionellen chirurgischen Therapie

Die Strahlentherapie ist die erste Alternative, die zum klassischen chirurgischen Eingriff gewählt wird. Bei der Strahlentherapie wird ein Tumor mit radioaktiver Strahlung behandelt. Eine Bestrahlung kommt dann infrage, wenn Tumore irreparabel sind oder Resttumore nach einer Operation zurückbleiben. Die Heilungschancen liegen bei 90 %, allerdings sind die ästhetischen Ergebnisse nicht optimal. Eine Hauttransplantation sorgt bei großflächigen Eingriffen dafür, dass die betroffenen Partien rekonstruiert werden können. Wenn möglich wird dabei körpereigene Haut verwendet, die bei kleinen Eingriffen direkt aus der umgebenden Haut mit unterschiedlichen Techniken über die Wunde gezogen wird.

Vereisung von kranken Hautzellen des Basalioms

Die Kryotherapie (Vereisung) ist für kleine und oberflächliche Basaliom bei älteren Patienten empfehlenswert. Auch Patienten, die in keinem guten gesundheitlichen Allgemeinzustand sind, profitieren von der Kryotherapie. Allerdings ist die Vereisung nicht ideal für wiederkehrende Tumore geeignet. Die Erfolgsquote ist nämlich vergleichsweise gering. Mindestens 13 % aller Patienten, deren wiederkehrende Tumore mit der Kryotherapie behandelt wurden, weisen innerhalb der nächsten fünf Jahre einen erneuten Rückfall auf.

Chemotherapie und Photodynamische Therapie

Auch die Chemotherapie ist bei inoperablen Tumoren eine Option. Eine Kombination aus oberflächlicher Hautcreme und systemischer Verabreichung von Medikamenten führt zur recht guten Ergebnissen. Die lokale Chemotherapie setzt eine ein- bis zweimonatige Behandlung mit Salben voraus. Diese kann insbesondere bei oberflächlichem weißen Hautkrebs erfolgreich eingesetzt werden. Große Tumore lassen sich mit der Injektionstherapie behandeln. Ziel ist, die Ausmaße des weißen Hautkrebes zunächst zu verkleinern, bevor im zweiten Schritt die chirurgische Entfernung ansteht. Eine Injektionstherapie dauert ungefähr drei Wochen.

Auch die Photodynamische Therapie zeigt recht akzeptabler Ergebnisse. Sie lässt sich insbesondere bei flachen bzw. nur an der Oberfläche wachsenden Tumoren anwenden. Ist das Basaliom jedoch verknotet oder dick, ist diese Methode nicht optimal.

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