Strahlentherapie gegen das Basaliom

Das Basaliom: Taschenbuch

Das Basaliom

Das Basaliom: Der häufigste Tumor der Haut, 164 Seiten.

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Hohe Heilungschancen werden im Kampf gegen das Basaliom der Strahlentherapie zugeschrieben. Wenn chirurgische Eingriffe nicht mehr möglich sind oder ein Resttumor bekämpft werden soll, dann ist die Strahlentherapie eine gute Wahl. Bis zu 60% aller Krebspatienten unterziehen sich einer Bestrahlung. Die Strahlentherapie gehört damit zu einer der tragenden Säulen in der Onkologie.

Wirkungsweise der Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie werden Röntgenstrahlen eingesetzt. Diese wirken wie ein Wachstumshemmer auf das lebendige Gewebe. Die Einheit einer Strahlendosis heißt Gray, abgekürzt Gy. Die Dosis ist abhängig von der Empfindlichkeit des Tumors auf die Strahlung und wird in aller Regel zwischen 40 und 70 Gy festgelegt. Die Zellteilung wird durch die Strahlung aktiv ausgebremst.

Innerhalb eines lebendigen Organismus ist die kleinste Einheit die Zelle, und das gilt auch für das krebskranke Gewebe des Basalioms. Da jede Zelle nur eine begrenzte Lebensdauer hat, werden sie permanent neu gebildet. Die Zellteilung, die auch der Vermehrung der Krebszellen zu Grunde liegt, kann durch Bestrahlung eingeschränkt und sogar ganz verhindert werden. Die gesunden Zellen regenerieren sich nach einer Strahlentherapie in aller Regel wieder. Krebszellen jedoch werden so stark geschädigt, dass ein weiteres Wachstum komplett verhindert werden kann. Die gezielte Strahlenbehandlung vernichtet also langfristig die Tumorzellen.

Damit das funktioniert und gesundes Gewebe nicht über Gebühr bestrahlt wird, muss die Strahlendosis in Abhängigkeit vom Tumor exakt bestimmt werden. Die Strahlentherapie läuft dann über einen längeren Zeitraum (über Wochen oder Monaten) ab.

Gesundes Gewebe schonen

Strahlentherapie gegen das Basaliom
Ist ein chirurgischer Eingriff nicht möglich, greift man oft zur Strahlentehrapie

Eine Strahlentherapie lässt sich im Prinzip mit einem lokalen chirurgischen Eingriff vergleichen. Nebenwirkungen beschränken sich in aller Regel auf den Bereich des Körpers, der von der Strahlung erreicht wird. Müssen größere Flächen des Körpers bestrahlt werden, wird das üblicherweise in Sektionen durchgeführt. Das verlängert zwar den Behandlungszeitraum, optimiert jedoch die Strahlenbelastung auf den Körper. Die Dosis pro Tag wird vermindert und das gesunde Gewebe, das den Tumor umgibt, wird verschont. Zum Einsatz kommen moderne Systeme mit hoch entwickeltem Linearbeschleuniger, um mit großer Präzision und Effektivität die Röntgenstrahlen geplant zu platzieren.

Ablauf einer Strahlentherapie

Der typische Ablauf einer Strahlentherapie erfolgt per Überweisung vom Onkologen zum Strahlentherapeuten. Die zu bestrahlende Körperregion wird untersucht und anhand der Arztbriefe, Befunde und Operationsnachweise ein Behandlungsplan erstellt. Dieser ist individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten und beachtet die relevanten Fakten. Bevor die echte Bestrahlung losgeht, wird eine Simulation durchgeführt. Innerhalb dieser Simulation wird die Bestrahlungstechnik festgelegt und die Bestrahlungsfelder angezeichnet. Danach werden die Termine an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen vergeben. Die Behandlung kann ambulant oder stationär erfolgen und ist abhängig vom Gesamtzustand des Patienten. Nach Abschluss aller Bestrahlungen führt der Arzt mit dem Patienten ein Abschlussgespräch. Die Ergebnisse werden zusammengefasst und an den betreuenden Onkologen geschickt.

Nebenwirkungen der Strahlenbehandlung gegen weißen Hautkrebs

Die Strahlenbehandlung konzentriert sich bei Hautkrebs auf ein lokales Strahlungsfeld. Dennoch gibt es Nebenwirkungen. Sie werden in akute und in späte Nebenwirkungen unterteilt. Zum Beispiel können sich die Schleimhäute des Mundes und der Speiseröhre akut entzünden, wenn im Kopfbereich bestrahlt wird. Hautrötungen oder Hautverfärbungen als Spätreaktionen sind ebenfalls zu nennen. Die Intensität der Nebenwirkungen hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verringert, weil die Dosierung einer Bestrahlung besser und exakter eingestellt werden kann. Dennoch muss man als Hautkrebspatient ein gewisses Maß an unerwünschten Nebenwirkungen in Kauf nehmen, damit der weiße Hautkrebs auf diesem Weg effektiv behandelt werden kann.

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