Krankheitsverlauf des Basalioms

Das Basaliom: Taschenbuch

Das Basaliom

Das Basaliom: Der häufigste Tumor der Haut, 164 Seiten.

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Ein Basaliom wächst im Vergleich zu anderen Hautkrebsarten sehr langsam. Zunächst bildet sich eine harte Verdickung, die auch Basaliomperle genannt werden. Man erkennt den Tumor daran, dass sich neue, sehr zarte Blutgefäße um eine perlmuttfarbene Verhärtung bilden. Auch rote Flecken und gelb-rote pickelartige Hautpartien weisen darauf hin, dass eine krankhafte Veränderung im Gange ist. Die Basaliome prägen sich immer weiter aus und wachsen in tiefere Hautschichten hinein.

Im Anfangsstadium des Basalioms ist das Erkennen nicht einfach, da die Symptome einer typischen Akne oder einer Pickelbildung gleichen. Fällt dem Betroffenen jedoch auf, dass der Pickel nicht in ein oder zwei Wochen abteilt, ist es angezeigt, die Verwachsung sehr genau zu untersuchen. Zuerst in der Selbstuntersuchung und im Zweifel auch durch ein gezieltes Screening beim Hautarzt.

Wächst ein Basaliom ungehindert im Gesicht und befällt dabei die Augenpartie, die Nase oder Ohren, kann es erforderlich werden, Knorpel und Knochen sowie Organe zu amputieren. Die Ausweidung der Augenhöhle oder eine Amputation von Nase, Lippen und Ohr stellen die operativen Optionen dar. Ganz besonders wichtig ist die Nachkontrolle durch einen Hausarzt, denn im Bereich der Operationsnarben neigen die Zellen zur Neubildung von Tumoren.

Komplikationen im Krankheitsverlauf des Basalioms

Krankheitsverlauf des weißen Hautkrebses
Zunächst bildet sich eine Verdickung an der Hautoberfläche

Das Problem beim langsam wachsenden Basaliom ist, dass er sehr langsam in die Tiefe der Haut eindringt. Im Zuge des Wachstums zersetzt er Knorpel und einige Ausläufer ragen bis in tiefe Gewebeschichten hinein. Als Folge kommt es zu Entstellungen im Gesicht und auch lebenswichtige Strukturen im Kopf-Halsbereich können zerstört werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ein Basaliom in der Nähe zu großen Blutgefäßen wie der Halsschlagader sitzt. Denn im weiteren Verlauf ist es durchaus möglich, dass der Tumor dieses überlebenswichtige Gefäß angreift.

Risikoeinschätzung von weißem Hautkrebs

Statistisch betrachtet ist weißer Hautkrebs eine seltene Krankheit. Zwar gehört sie zu den häufigsten Krebserkrankungen, doch sie kann glücklicherweise weder als Volkskrankheit noch als Epidemie eingestuft werden. Allerdings ist das Risiko, an weißem Hautkrebs zu erkranken, mit den Jahren messbar gestiegen.

Die Ursache dafür könnte sein, dass Menschen immer häufiger in südliche Urlaubsregionen fahren und sich mit zu geringem Schutz oder ganz ungeschützt der Sonne aussetzen. Hinzu kommt der Verfall der Ozonschicht. Ihre Schutzfunktion, nämlich schädliche UV-Strahlung von der Erde fernzuhalten, ist stark beschädigt. Die Sonnenbestrahlung ist weltweit aggressiver geworden. Man sagt „Die Haut vergisst nichts!" Diese Volksweisheit ergibt sich daraus, dass weißer Hautkrebs auch Jahre später ausbrechen kann, nachdem die Haut extremer UV-Bestrahlung ausgesetzt war. Die Zellkerne werden nachhaltig geschädigt. Es scheint erwiesen, dass nach besonders starken Sonnenbränden in jungen Jahren sich selbst dann Hautkrebs entwickeln kann, wenn in der Folge nur wenig Sonnenbestrahlung genossen wurde. Tatsächlich bricht der Krebs durch die Veränderungen im Erbgut aus und lässt eine Zelle krankhaft entarten. Die Haut hat die Schädigung nicht vergessen, selbst wenn die Rötung und die Schmerzen eines Sonnenbrandes schon längst abgeklungen sind.

Hauttypen, Alter und Sonnenbestrahlung als Risikofaktoren

Grundsätzlich muss man sagen, dass Menschen mit einem hellen Hauttyp eher und häufiger erkranken als Menschen, die einem dunklen Hauttyp zugeordnet sind. Außerdem spielt das Alter eine wesentliche Rolle. Personen ab dem 60. Lebensjahr sind besonders gefährdet. Ab dem 60. Lebensjahr erkranken fast doppelt so viele Männer wie Frauen am weißen Hautkrebs. In jüngeren Jahren bis zu einem Lebensalter von etwa 55, ist das Verhältnis umgekehrt. Wenn also ein höheres Alter, zahlreiche Sonnenbrände und ein heller Hauttyp zusammenkommen, begünstigt diese Konstellation die Gefahr, an weißem Hautkrebs zu erkranken.

Die genetische Komponente spielt eine eher untergeordnete Rolle. Es gibt zwar Erbkrankheiten, die weißen Hautkrebs verursachen, doch ihr Anteil ist verschwindend gering. Dennoch sollten Menschen, die in ihrer Familie Fälle von Hautkrebs haben, regelmäßig zum Screening gehen, um Hautkrebserkrankungen so frühzeitig wie möglich zu entdecken. Denn die Zeit ist die Wunderwaffe im Kampf gegen Basaliome. Je früher die Erkrankung entdeckt wird, umso höher ist die Chance, den weißen Hautkrebs vollständig zu besiegen. Die Heilungschancen liegen faktisch bei 90 % - eine sehr gute Quote.

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