Immunologische Therapie bei weißem Hautkrebs

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Die immunologische Krebstherapie aktiviert und mobilisiert körpereigene Abwehrkräfte. Der Therapieansatz wurde bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts erstmalig angewendet. Damit gehört er zu den alten Krebstherapieformen und blickt auf eine lange Tradition zurück.

Ein gesundes Immunsystem bewältigt den Ansturm von eindringenden Keimen sowie entarteten Zellen (Krebszellen). Es schützt den Organismus wirksam davor und bewahrt die Gesundheit. Wenn das körpereigene Abwehrsystem nicht mehr funktioniert, benötigt der Körper Unterstützung.

Abwehrschwäche immunologisch beheben

Mithilfe der Immunologie soll die Abwehrschwäche des Körpers vermindert werden. Wenn Zellen ihre Abwehrreaktion komplett eingestellt haben, soll die immunologische Krebstherapie die körpereigenen Abwehrkräfte wieder aktivieren. Kern der Immunologie ist es, den Zellen zu zeigen, welche Zellen krankhaft sind und wie Sie diese abtöten können.

Damit eine Immunreaktion überhaupt stattfinden kann, müssen an der Oberfläche der Krebszellen ganz spezielle Erkennungsmerkmale identifiziert werden. Sobald das Immunsystem diese Identifikation erlernt hat, aktiviert es seine Killerzellen und lässt sie die Krebszellen abtöten. Die Immunologie setzt häufig körpereigene Wirkstoffe ein, die auch als "Biologic Response Modifier" (BRM) bezeichnet werden.

Die BRM spielen unterschiedliche Rollen und bekämpfen Krebs. Inzwischen ist es Wissenschaftlern gelungen, BRM außerhalb des Körpers zu züchten. Unter Laborbedingungen werden sie nach erprobten technologischen Methoden industriell hergestellt. Die Stoffe setzen das Immunsystem wieder in Gang und verändern Krebszellen insofern, als dass das Immunsystem sie wieder erkennen und abtöten kann. Der Vorgang der Veränderung heißt „Demaskierung“. Die Wissenschaft ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass Impfungen gegen Krebs (Vakzine-Therapie) auf Wirksamkeit verglichen werden.

Enzymtherapie gegen weißen Hautkrebs

Immunologische Therapie bei weißem Hautkrebs
Bei der Immunologischen Therapie soll die Abwehrschwäche des Körpers vermindert werden.

Mittels der Enzymtherapie werden oral pflanzliche und tierische Enzyme aufgenommen. Diese spalten Eiweiß und beeinflussen körpereigene Reaktionen. Die Enzyme werden in Form von Tabletten oder Dragees mit magensaftresistenten Überzügen verabreicht. Grund hierfür ist, dass die Stoffe nicht bereits im Magen sondern erst im Darm aufgenommen werden sollen. Auf diese Weise gelangen sie schneller ins Blut. Die Enzymtherapie verbessert die Immunabwehr und steigert antibakterielle sowie antivirale Funktionen. Sie wirken schmerzlindernd und verbessern die Tumorabwehr. Das erreichen sie dadurch, dass sie die Zellen demaskieren und so dem Körper die Chance geben, sie als krank zu identifizieren. Enzyme bauen sich im Körper sehr schnell ab, deshalb müssen die Medikamente zwei bis dreimal am Tag eingenommen werden.

Misteltherapie als begleitende Maßnahme bei Bestrahlungen

Die Misteltherapie kann in Zusammenhang mit einer Strahlentherapie durchgeführt werden. Das Mistelextrakt sorgt dafür, dass Abwehrzellen gebildet werden. Darüber hinaus schützt es die DNA und sorgt so dafür, dass gesunde Zellen unberührt bleiben. Die Misteltherapie mildert die Nebenwirkung aggressiver Tchibo-oder Strahlentherapie. Das Risiko von Schleimhautentzündungen wird eingedämmt. Außerdem schädigen Mistelextrakte Tumorzellen, wenn sie in hoher Dosierung verabreicht werden.

Thymustherapie stärkt körpereigene Abwehrmechanismen

Eine weitere Variante immunologische Therapieansätze ist die Thymustherapie. Sie ist ein alternativmedizinisches Verfahren, das das körpereigene Abwehrsystem stärkt. Die Thymustherapie hat zum Ziel, die Thymusdrüse und deren Funktion zu stärken.

Der Thymus ist ein wichtiges Organ, das bei der Immunabwehr eine große Rolle spielt. Der Thymus lenkt die Reifung von Immunzellen. Die so genannten T-Lymphozyten sind die Zellen, die fremde Zellen abtöten. Wenn die Immunzellen durch den Thymus laufen, lernen sie, körpereigene Zellen von entarteten Zellen zu unterscheiden. Thymusextrakte steigern die Aktivität der natürlichen Killerzellen und können deshalb ein wirksamer Bestandteil einer erfolgreichen Therapie gegen weißen Hautkrebs sein.

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