Hauttypen und Gefährdung der Haut durch UV Strahlen

Das Basaliom: Taschenbuch

Das Basaliom

Das Basaliom: Der häufigste Tumor der Haut, 164 Seiten.

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Im Jahr 1975 entwickelte der amerikanischer Hautarzt Thomas Fitzpatrick eine Klassifikation für unterschiedliche Hauttypen. Dabei hatte er ausschließlich weißhäutige Menschen im Blick. Hierfür entwickelte er vier Kategorien. Erst später kamen zwei weitere Kategorien für braune Haut und schwarzer Haut hinzu.

Der wichtigste Punkt, der bei der Bestimmung eines Hauttyps beachtet wird, ist die Farbe der unbestrahlen Haut im Tageslicht. In geringem Maße haben auch das Bräunungsverhalten und die Sonnenbrandneigung Einfluss auf die Einstufung des Hauttyps. Die zuverlässige Bestimmung eines Hauttyps lässt sich durch die Messung des Eumelanin-Anteils in der Haut erreichen.
Im Allgemeinen wird in unseren mitteleuropäischen Breitengraden zwischen vier verschiedenen Hauttypen unterschieden. Es sind die Hauttypen I, II, III und IV. Die vier Hauttypen lassen sich klar charakterisieren und beschreiben.

Hauttyp 1

Kennzeichnend für den Hauttyp 1 sind helle Haut, blonde oder rote Haare sowie blaue Augen. Dieser Typ kann seine Haut rund 10 Minuten ohne Hautschutz im Hochsommer ungeschützt der Sonne aussetzen. Bei längerer Bestrahlung treten bereits erste Rötungen auf. Dieser Hauttyp wird auch als keltischer Typ bezeichnet.

Hauttyp 2

Menschen mit dem Hauttyp 2 haben im Vergleich zu Menschen mit dem Hauttyp 1 eine etwas dunklere Haut, blonde oder rote Haare und blaue Augen. Setzen Sie ihre Haut mehr als 20 Minuten ungeschützt der Sonne aus, rötet sich diese und erste Schäden treten auf. In Nordeuropa lebende Menschen, aber auch ein großer Anteil von Mitteleuropäern lassen sich dem so genannten Nordischen Typ zuordnen.

Hauttyp 3

Menschen mit dem Hauttyp 3 haben überwiegend dunkles Haar, braune Augen und eine mittelhelle Haut. Menschen dieses Hauttyps können Ihre Haut maximal 30 Minuten ungeschützt der Sonne aussetzen, ohne Hautschäden zu riskieren. Der Hauttyp 3 heißt auch Mischtyp.

Hauttyp 4

Besonderes Kennzeichen von Menschen mit dem Hauttyp 4 sind schwarze Haare, dunkle Haut und braune Augen. Die Haut dieses Typen verträgt 40 Minuten ungeschützte Sonnenbestrahlung. Zum Hauttyp 4 gehören mediterrane Staaten, folglich nennt man diese Kategorie auch den mediterranen Typ.

Gefahrenpotenzial der UV Stahlung erkennen und einschränken

Hauttypen und Gefährdung der Haut durch UV Strahlen
Die unterschiedlichen Hauttypen sind verschieden stark gefährdet

Selbstverständlich gibt es von allen Hauttypen auch Mischformen und Zwischentypen. Außerdem sind noch die beiden Hauttypen V und VI zu nennen. Sie kommen jedoch bei uns verhältnismäßig selten vor und umfassen Menschen und Völker aus Arabien, Afrika, Südamerika, Asien und Australien. Generell lässt sich sagen, je heller die Haut, umso weniger UV-Licht verträgt sie. Einen absoluten und lückenlosen Schutz vor weißem Hautkrebs gibt es nicht. Da die UV-Strahlung der größte Risikofaktor bei der Entstehung von weißem Hautkrebs ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung, je weniger die Haut der Sonne ausgesetzt wird.

Im Alltag ist es jedoch unklar, ab wann der Einzelne tatsächlich gefährdet ist. Bei Menschen mit dem Hauttyp 1 mögen vielleicht schon einige wenige Spaziergänge am Strand ausreichen, um die Haut nachhaltig zu schädigen. Andere Hauttypen nehmen hingegen selbst zwei sonnenstarke Sommerurlaube in der Südsee nicht übel. Wieder andere Hauttypen verzeihen den regelmäßigen Besuch im Solarium nicht.

Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor

Experten erheben den warnenden Zeigefinger und weisen ausdrücklich darauf hin, dass häufige Sonnenbrände das Risiko auf ein Basaliom erhöhen. Der allerbeste Schutz gegen zu starke Sonneneinstrahlung ist Sonnenschutzkleidung.

Selbst hochdosierte Sonnencremes filtern nur einen Teil der UV-Strahlung heraus. Unabhängig davon, was auf der Verpackung einer Sonnencreme steht, sollte diese mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufgetragen werden. Darüber hinaus ist ein Mindest-Lichtschutzfaktor von 20 zu empfehlen. Kinderhaut ist noch empfindlicher und entsprechend höher sollte der Lichtschutzfaktor ausfallen. Ein weiterer Trick, um die Gefährdung einzugrenzen ist, wasserfeste Präparate zu verwenden. Diese halten auch Schweiß stand. Generell sollte die Haut regelmäßig nachgecremt und auch wasserfeste Präparate nach dem Schwimmen erneuert werden.

Die meisten Sonnencremes haben chemische Bestandteile, die die UV-Strahlung absorbieren. Sie wandeln diese in Wärme um. Allerdings lösen Hautcremes mit chemischen Wirkmechanismen gelegentlich unangenehme Allergien aus. Die Alternative sind physikalisch wirkende Cremes. Sie erzeugen einen Sonnenschutz, indem sie die UV-Strahlung reflektieren, bevor diese auf die Haut auftrifft. Physikalische Sonnencremes entfalten ihre Wirkung sofort, können also unmittelbar vor einem Sonnenbad aufgetragen werden.

Grundsätzlich wirken After-Sun-Lotions nach einem Sonnenbad feuchtigkeitsspendend. Der hohe Wasseranteil hilft gegen trockene Haut. Ist bereits ein Sonnenbrand entstanden, sollten entzündungshemmende Präparate möglichst aus einer Apotheke Anwendung finden. Wenn die Haut aufgrund extremer Sonneneinstrahlung Blasen wirft oder der Körper gar mit Fieberschüben reagiert, ist unverzüglich der Arzt aufzusuchen.

Gerade wenn die Haut mit einem am hohen Lichtschutzfaktor versorgt ist, werden die Sonnenbadenden leichtsinnig. Beim Sonnenbad sollte man Maß halten. Statistiken zeigen, dass gerade diejenigen, die sich mit Sonnenschutz einreiben, zu lange in der Sonne bleiben. Grund hierfür ist, dass sie sich besser geschützt fühlen, als sie tatsächlich sind.

Gefährdung durch UV-Strahlung von Solarien

Eine ganze Reihe sonnenhungriger Menschen geht nicht nur im Winterhalbjahr auf die Sonnenbank. Auch im Solarium gilt im Prinzip dasselbe wie bei der natürlichen Sonne. Man sollte vermeiden, dass die Haut verbrennt. In einem guten Sonnenstudio erfolgt die Einstufung der Hauttypen nach den oben beschriebenen Kategorien I bis IV. Erst dann ist es möglich, die passende Sonnenbank auszuwählen. Die Besonnung sollte möglichst gering dosiert sein, da manche Sonnenbänke mit extrem stark wirkendem UV-Licht ausgestattet sind. Einige Hautärzte raten sogar generell davon ab, ein Solarium zu besuchen.

Ausnahmslos gilt unabhängig vom Hauttyp, dass man Rötungen von Sonneneinstrahlung vermeiden sollte. Über alle Hauttypen hinweg ist das Tragen von Kleidung, einem Sonnenhut und einer Sonnenbrille angebracht, um Hautschäden zu vermeiden. Auch Sonnencremes sollten ab den ersten warmen Frühlingstagen immer im Gepäck sein. Wenn möglich ist ein Besuch im Solarium zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. Da die Gefährdung mit zunehmendem Alter an weißem Hautkrebs zu erkranken steigt, ist der beste Rat, den Hautärzte geben können: Jedermann ist für sich selber verantwortlich und sollte das Thema Sonnenschutz ganz besonders sorgfältig behandeln. Mit aufmerksamer Beobachtung der Hautreaktione finden Menschen jeden Hauttyps ihr individuelles Maß an Sonnenbestrahlung.

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