Hauttransplantation bei weißem Hautkrebs

Das Basaliom: Taschenbuch

Das Basaliom

Das Basaliom: Der häufigste Tumor der Haut, 164 Seiten.

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Wenn sich ein Patient einer Operation unterwirft, um sich weißen Hautkrebs entfernen zu lassen, entstehen unter Umständen recht großflächige Verletzungen. Das Herausschneiden der erkrankten Hautpartien erfolgt so großflächig, dass der Defekt unter Umständen starke kosmetische Auswirkungen haben kann. Die so genannte Defektdeckung wird dann vom plastischen Chirurgen oder vom Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen durchgeführt. Dafür stehen ihm unterschiedliche Verfahren zur Auswahl.

Verschiebung der Haut als einfachste Möglichkeit

Die einfachste Möglichkeit, um den operativen Eingriff zum Entfernen von weißem Hautkrebs zu überdecken, ist die Verschiebung der Haut. Dabei löst man die Haut vom Gewebe ab und zieht sie über die betreffende Stelle. Die Technik heißt auch Verschiebe-Schwenk-Lappen-Technik. Von einer unverletzten Stelle in der Nähe der Operationsnarbe wird Haut genommen und der Hautlappen über die verletzte Stelle geschoben. Die Ränder werden vernäht, überschüssiges Gewebe wird abgeschnitten. Je nach Größe der verletzten Partie variieren die Schnittmuster der Haut.

Rotation der Hautlappen: eine Alternative stellt der Rotationslappen dar. Hierbei wird der Hautlappen präpariert und in die betreffende Hautstelle hinein gedreht. Auch dabei entstehen überschüssige Hautlappen, die entfernt werden müssen. Die Erfolgsquote bei dieser Operationstechnik ist sehr hoch.

Hauttransplantation bei größeren Hautbereichen

Hauttransplantation Basaliom
Wenn bei der operativen Entfernung zu viel Haut weggenommen wird, ist Transplantation unausweichlich

Die reine Hauttransplantation impliziert die Entnahme von Haut von einem ganz anderen Hautbereich. Wichtig ist dabei, dass die Qualität der Haut vergleichbar ist, damit das Hautbild im Ergebnis einheitlich bleibt. Das Transplantat heilt über mehrere Wochen ein und soll sich im Idealfall ohne Komplikationen wie ein Puzzlestück einfügen. Je nachdem wie der Defekt ausgebildet ist, können Kombinationen von Schwenklappen und Verschiebungen sowie freie Hautlappen sinnvoll sein.

Sind beim operativen Eingriff Knorpel entfernt worden (wie zum Beispiel die Nase) ist eine komplette Rekonstruktion erforderlich. Um günstige Ausgangsverhältnisse für die spätere Epithese zu schaffen (Nachbildung eines Organs, z. B. Nase oder Ohr) ist diese Technik ebenfalls zu empfehlen. Auf den transplantierten Hautlappen können später eine künstliche Nase oder ein künstliches Ohr aufgesteckt werden.

Als Hautlappen erster Wahl sind natürlich immer eigene Hauttransplantationen vorzuziehen. Lediglich in besonders schweren Fällen kann eine Hauttransplantation durch einen fremden Spender in Betracht gezogen werden.

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