Das Basaliom - der weiße Hautkrebs

Das Basaliom: Taschenbuch

Das Basaliom

Das Basaliom: Der häufigste Tumor der Haut, 164 Seiten.

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Die Haut kann an verschiedenen Krebserkrankungen leiden. Die häufigsten dabei sind malignes Melanom, Stachelzellkarzinom sowie das Basalzell-Karzinom. Auf diese drei Krebsarten richtet sich in erster Linie die Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung (Screening) beim Hautarzt.

Während das maligne Melanom eine Wucherung der Pigmentzellen darstellt, was sehr selten und auch hoch gefährlich ist, ist das Basalzell-Karzinom (=Basaliom) die häufigste Hautkrebserkrankung. Das Basaliom wird übrigens genau wie das Stachelzell-Karzinom „weißer Hautkrebs“ genannt. Das Basaliom ist auf der gesamten Haut zu finden. Indes sind rund 80 % der Tumore im Kopfbereich angesiedelt. Gesicht, Nacken und die Ohren sind die häufigsten Stellen, an denen sich ein Basaliom entwickelt.

Mediziner sind davon überzeugt, dass lange zurückliegende Hautverbrennungen durch zu starke Sonneneinstrahlung (zum Beispiel in den Kinder- und Jugendtagen) Hauptursache für den zeitlich stark nach hinten geschobenen Ausbruch der Krankheit sind.

Risikogruppe für den weißen Hautkrebs (Basaliom)

Am stärksten betroffen ist die Gruppe der 60-70 jährigen. Rund zwei Drittel aller am Basaliom erkrankten Menschen stammt aus dieser Altersgruppe. Aktuell verschiebt sich die Tendenz nach unten, die Krankheit bricht immer früher aus. In Abhängigkeit vom Grad der Sonneneinstrahlung liegt die Erkrankungshäufigkeit in Mitteleuropa bei 20 bis 50 Menschen pro 100.000 Einwohner. In Australien steigt die Zahl auf 250 und in Deutschland sind es knapp 20.000 Menschen pro Jahr.

Gefährdung der verschiedenen Hauttypen

Die unterschiedlichen Hauttypen lassen sich in vier Klassen einteilen. Natürlich gibt es auch Mischformen dieser Typen. Jede dieser Klasse lässt dich beschreiben und charakterisieren. Die Bestimmung des Hauttyps wird an der unbestrahlten Haut bei Tageslicht gemacht.

Hauttyp 1 wird auch als keltischer Hauttyp bezeichnet. Er ist durch helle Haut, rote oder blonde Haare und blaue Augen gekennzeichnet. Menschen mit Hauttyp 1 sollten sich im Sommer maximal 10 Minuten ohne Sonnenschutz in der Sonne aufhalten. Setzten sie sich der Sonnenbestrahlung für einen längeren Zeitraum aus, ist bereits mit Rötungen zu rechnen.

Der Hauttyp 2 hat ebenfalls blonde oder rote Haare und blaue Augen. Allerdings ist die Haut etwas dunkler. Sie können sich der Sonne für ca. 20 Minuten ungeschützt aussetzen, bevor es zu Rötungen und Schäden kommt. Der Hauttyp 2 überwiegend bei Nordeuropäern vorzufinden. Aber auch bei Mitteleuropäern ist dieser Hauttyp weit verbreitet.

Überwiegend dunkelhaarig sind Menschen mit Hauttyp 3, auch Mischtyp genannt. Sie haben in der Regel braune Augen und eine mittelhelle Haut. Menschen mit Hauttyp 3 sollten sich maximal 30 Minuten ungeschützt in der Sonne aufhalten, ohne Sonnenschäden davonzutragen.

Menschen mit Hauttyp 4 gehören dem mediterranen Typ an. Sie haben schwarze Haare, braune Augen und dunkle Haut. Sie können sich bis zu 40 Minuten ungeschütz in der Sonne aufhalten. Wie die Bezeichung schon verrät, kommen Menschen mit Hauttyp 4 überwiegend in Mediterranen Staaten.

Ganz allgemein kann man sagen, um so heller der Hauttyp, desto weniger vertäglich ist das UV-Licht. Nach heutigem Stand ist die UV-Strahlung einer der größten Risikofaktoren für weißen Hautkrebs. Darum gilt, je weniger die Haut der Sonne ausgesetzt wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, ein Basaliom zu entwickeln.

Da wir auf die Sonneneinstrahlung aber nicht gänzlich verzichten können, sollte man immer für einen ausreichenden Sonnenschutz sorgen. Besonders Menschen mit Hauttyp 1 und 2 sollten auch bei kurzen Sparziergängen an der Sonne einen Sonnenschutz auftragen.

Basaliom im Anfangsstadium erkennen

Basaliom
Alle zwei Jahre sollte man einen Check-up beim Hautarzt machen

Basaliome entwickeln sich nur sehr langsam. Der Beginn des Tumors ist durch einen kleinen hellgefärbten Knoten in der Haut gekennzeichnet. In anderer Form treten rote Flecken oder erbsengroße gelb-rote Verdickungen auf. Diese einzelnen Knoten breiten sich langsam und kaum merklich aus und können unter Umständen in der Mitte nach innen einfallen. Im weiteren Verlauf des Basalioms öffnen sich die Knötchen und es tritt Blut aus. Der Tumor zersetzt im aggressiven Zustand die Haut, Fettgewebe, Muskeln und Knochen.

Das Problem ist, dass gerade im frühen Anfangsstadium die Ähnlichkeit mit Pickeln oder Akne enorm groß ist. Jedoch unterscheidet sich ein beginnendes Basaliom von Akne und Pickeln dadurch, dass es sich über Monate und Jahre langsam entwickelt und sich nicht manuell entfernen lässt.

Selbstuntersuchung

Jeder Mensch sollte sich regelmäßig selbst von Kopf bis Fuß ausgiebig betrachten und dabei auf eventuelle Veränderungen auf der Haut achten. Diese Untersuchung kann natürlich auch vom Partner durchgeführt werden. Bei Kindern sollten die Eltern regelmäßig die Haut überprüfen.

Findet man dabei Hautveränderungen, sollte man diese einem Hautarzt zeigen. Auch bereits bestehende Leberflecke, die sich mit der Zeit verändern, sollte man untersuchen lassen. Man kann die Veränderung aber auch schon selbst mit Hilfe einer einfachen 5-Punkte-Regel, der ABCDE-Regel, einschätzen.

A steht für Asymetrie. Weist ein Leberfelck unregelmäßig geformte Ränder auf, ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Felck rund, oval, eckig oder spitz ist.

B steht für Begrenzung. Sobald der Fleck rissige, zackige oder verwischte Konturen aufweist, kann dies auf ein Basaliom hinweisen.

C steht für Colour (=Farbe). Bei Hautpartien die helle oder dunkle Flecke mit unterschiedlichen Farbartien ausfweisen, sollte man aufmerksam beobachten, ob es zu weiteren Veränderungen kommt. Pickelartige und porzellanfarbene Verfärbungen können auf ein Basaliom hindeuten. Treten zusätzlich graue oder schwarze Punkte auf dieser Hautpratie auf, sollte unverzüglich ein Arzt kontaktiert werden.

D steht für Durchmesser. Weisen Leberflecke und Male einen Durchmesser von 5 mm oder mehr auf, sollte dieser einem Arzt gezeigt werden.

E steht für Erhabenheit und Entwicklung. Enstehen Hautknoten oder Verfärbungen ganz kurzfristig, sollten diese einem Arzt gezeigt werden. Bei bestehenden Leberflecken, die plötzlich zu wachsen beginnen, die ihre Form verändern oder die plötzlich einen Juckreiz auslösen, sollte ebenfalls ein Arzt konsultiert werden.

Gute Behandlungsmöglichkeiten des Basalioms mit hohen Heilungschancen

Hauttyp ausschlaggebend für Eigenschutz der Haut

Die Haut besteht aus drei Schichten. Ganz oben und für uns sichtbar liegt die Oberhaut, darunter folgt die Lederhaut und die dritte Schicht ist die Unterhaut. Die Oberhaut besteht aus Hornzellen, die sich fortlaufend erneuern. Die Oberhaut selbst umfasst drei einzelne Lagen: Nach der Hornzellschicht folgt die Stachelzellschicht und zuunterst liegt die Basalzellschicht. Die Basalzellschicht ist der Lebensraum für die Schattenspender der Haut (Melanozyten) und auch der Ort, an dem sich der weiße Hautkrebs entwickelt. Die Melanozyten in der Basalzellschicht sind ganz spezielle Pigmentzellen, die den dunklen Farbstoff Melanin produzieren. Die Bräune ist ein Schutzschild gegen die Sonnenbestrahlung und bewahrt das empfindliche Erbgut der Hautzellen vor degenerativen Auswirkungen. Ist das Erbgut jedoch durch UV-Licht geschädigt, kann die Krankheit erst Jahrzehnte später zum Ausbruch kommen.

Ein Basaliom ist erfahrungsgemäß gut behandelbar. Im Gegensatz zu anderen Hautkrebsarten wie dem Stachelzell-Karzinom und dem malignen Melanom, neigt das Basaliom nicht zur Bildung von Metastasen. Es ist also sehr selten, dass Tochtergeschwülste in anderen Organen Fuß fassen. Wird ein Basaliom frühzeitig erkannt, kann es in recht kleinen Operationen schnell und rückstandsfrei entfernt werden.

Früherkennung von weißem Hautkrebs

Es gibt viele gute Gründe, warum man an einer Hautkrebs-Früherkennung teilnehmen sollte. Der beste Grund ist: Krebsfrüherkennung erhält Lebensqualität und rettet Leben. Es ist möglich, dem Basaliom beizeiten auf die Spur zu kommen. Jeder kann eine Selbstuntersuchung durchführen und zumindest grob einschätzen, ob ein Besuch zum Screening beim Hautarzt sinnvoll ist. Und wer sich für die Früherkennung entschieden hat, sollte einen Termin beim Hautarzt machen.

Wer eine Früherkennungsuntersuchung meidet, geht ein großes Risiko ein, denn ein ausreichender Zeitpuffer schützt Betroffene vor den möglichen schwerwiegenden Folgen eines Basalioms. Erfolgt der Eingriff im Frühstadium des weißen Hautkrebses, ist die Entfernung des Basalioms unproblematisch.

Verlauf bei einer Erkrankung mit weißem Hautkrebs

Ein Basaliom verläuft in den allerseltensten Fällen tödlich und weist eine hohe Heilungsrate von mehr als 95 % auf. Es ist eine Krebsart, die in die Haut hineinwächst und sich unter der Oberfläche ausbreitet. Deshalb sind oft größere Areale betroffen, als es auf den ersten Blick scheint. Beträchtliche Teile der Haut, die die einzelnen Knoten umgibt, muss oft großflächig entfernt werden. Es besteht dann die Gefahr, dass z. B. ein Gesicht entstellt wird, was sich zu einer großen Belastung für die Betroffenen entwickeln kann. Die plastische Chirurgie ist in vielen Fällen die rettende Lösung.

Hilfreiche Basis-Informationen zum Thema Basaliom bzw. weißer Hautkrebs

Damit Betroffene einen Überblick erhalten, in wieweit Hautveränderungen etwas mit dem weißen Hautkrebs zu tun haben könnten, finden sie hier eine ausgewogene Zusammenstellung von Informationen zum Thema und Sie werden folgende Fragen zu Basaliom beantwortet bekommen:

  • Gibt es konkrete Risikofaktoren?
  • Welchen Einfluss hat Sonnenlicht auf die Entwicklung von Hautkrebs?
  • Kann ein Hautarzt bei einer Früherkennungsuntersuchung tatsächlich alle kritischen Hautpartien finden?
  • Ist das Hautkrebsrisiko höher, wenn die Haut zahlreiche Muttermale aufweist?

Es gibt die verschiedensten Gründe für die Entstehung von weißem Hautkrebs. Eine wichtige Größe stellt dabei der Eigenschutz der in unserer Region am weitesten verbreiteten Hauttypen I, II, III und IV dar. Darüber hinaus weist Kinderhaut weitere Risikofaktoren auf und bedarf besonderer Aufmerksamkeit.

In Abhängigkeit vom Aufenthaltsort können die Sonnenstrahlen erheblichen Schaden anrichten. Für das Krebsrisiko macht es einen großen Unterschied, ob Menschen sich überwiegend in der gemäßigten mittleren Klimazone aufhalten oder mehrmals im Jahr unter südlicher Sonne oder in besonders großen Höhenlagen verweilen. Je nach Ort ist der Anteil zellschädigenden UV-Lichts unterschiedlich hoch und nimmt entsprechend Einfluss auf die Hautgesundheit.

Therapieansätze im Kampf gegen das Basaliom

Leider sind noch längst nicht alle Bereiche rund um den Themenkomplex weißer Hautkrebs wissenschaftlich untersucht. Doch Betroffene benötigen eine Entscheidungsgrundlage, die sie für den überlegten Umgang mit dem Basaliom heranziehen können.

Die folgende Liste zeigt die gängigen Therapieformen, mit denen man den weißen Hautkrebs behandeln kann. Die Optionen erstrecken sich auf:

Außerdem spielen auch Hauttransplantationen eine Rolle im Kampf gegen weißen Hautkrebs. Darüber hinaus haben wir alltagstaugliche und verständliche Beschreibungen rund um die Hautkrebs-Früherkennung zusammengetragen und geben verständliche Hinweise über die Entstehung von bösartigen Zellveränderungen in der Haut.

Natürlich kann die Lektüre unserer Ratgebertexte keinen Termin bei einem Facharzt ersetzen. Wer den Verdacht hat, dass eine Veränderung des Hautbildes in irgendeiner Weise mit Hautkrebs zu tun haben könnte, sollte dringend und schnellstmöglich eine Hautkrebs-Untersuchung wahrnehmen.

Opertative Entfernung des Basalioms

Ist das Basaliom nur oberflächlich, kann man eine Kürettage durchführen. Dabei handelt es sich um einen kleinen operativen Eingriff, bei dem die krankhaften Zellen mit Hife eines scharfen Löffels ausgeschabt werden. Die Behandlung kann meist ambulant durchgeführt werden. An unempfindlichen Stellen ist nicht mal eine Betäubung notwendig. Ist der Tumor schon etwas tiefer gewachsen, kann eine Kürettage kosmetisch unschöne Narben zurücklassen. In diesem Fall sollte man das Basaliom konventionell operativ entfernen.

Eine operative Therapie bietet bei weißem Hautkrebs die besten Erfolgsaussichten. Der Chirurg entfernt dabei alle betroffenen Gewebeteile. Im Anschluss wird die entfernte Hautpartie, besonders die Ränder, feingeweblich untersucht. Sind die Ränder "sauber", kann man davon ausgehen, dass alle kranken Zellen entfernt wurden. Befinden sich noch kranke Zellen in den Rändern, muss das Gewebe in einem zweiten Durchgang noch großflächiger weggeschnitten werden.

Wird das Basaliom bereits in einem frühen Statdium operativ entfernt, bestehen gute Chancen, dass der Chirurg extakt schneiden kann, ohne überflüssiges Gewebe zu entfernen.

Strahlentherapie

Eine Strahlentherapie wird empfohlen, wenn ein Resttumor nach einem operativen Eingriff bekämpft werden soll, oder eine chirurgische Entfernung nicht möglich ist. Die Heilungschancen mit einer Strahlentherapie sind sehr hoch.

Das Prinzip der Strahlentherapie beruht auf Röntgenstrahlen. Die kranken Zellen werden damit bestrahlt. Dadurch werden sie am Wachstum gehindert, indem die Strahlung die Zellteilung ausbremst. Die Dosierung der Strahlen muss, je nach Größe und Empfindlichkeit des Basalioms, individuell an den Patienten angepasst werden.

Vereisung des Basalioms

Eine gängige Methode, um ein Basaliom zu entfernen ist die Vereisung, auch Kryotherapie genannt. Bei dieser Methode wird flüssiger Stickstoff auf das kranke Gewebe gegeben. Daraufhin stirbt das betroffene Gewebe ab. Der flüssige Stickstoff wird entweder mit einem Wattebausch auftetragen oder direkt auf die betroffene Hautpartie aufgesprüht. Schon nach kurzer Zeit fällt die abgestorbene Haut von alleine ab.

In der Regel ist für eine Vereisung keine Beteubung nötig. Die Behandlung kann ambulant in der Arztpraxis durchgeführt werden.

Immunologische Therapie

Die Immunologische Therapie hat eine lange Tradition und ist eine alte Krebstherapieform. Bei dieser Therapie werden körpereingene Abwehrkräfte aktiviert und mobilisiert. Man versucht den Zellen zu zeigen, welche Zellen karnkhaft sind und abgetötet werden müssen.

An der Oberfläche der Krebszellen müssen Erkennungsmerkmale identifiziert werden. Das Immunsystem muss nun lernen, diese Zellen anhand der Identifikation zu erkennen. Sobald dies der Fall ist, kann der Körper seine Killerzellen aktiviern, die dann wiederum die kranken Zellen töten.

Chemotherapie

Eine Chemotherapie wird zur Behandlung eines Basalioms nur in Ausnahmefällen durchgeführt. Sie bietet eine Alternative zu der Immuntherapie. Gegliedert ist die Chemotherapie bei der Behandlung eines Basalioms in eine lokale und eine systematische Chemotherapie.

Bei der lokale Chemotherapie wird eine Salbe mehrmals wöchentlich auf die betroffene Hautstelle aufgetragen. Die Salbe enthält chemisch wirksame Bestandteile, wie beispielsweise 5-Fluorouracil. Bei der lokalen CHemotherapie entzünden sich die mit der Salbe behandelten Hautstellen, wodurch krankhafte Zellen abgestoßen werden.

Eine systematische Chemotherapie kommt erst dann zum Einsatz, wenn sich Metastasen gebildet haben. Sie ist die letzte Wahl bei der Behanlung eines Basalioms und wird nur durchgeführt, wenn alle anderen Therapien versagt haben. Der Betroffene bekommt die Krebsmedikamente intravenös oder in Form von Tabletten verabreicht. Diese sollen die Krebszellen von innen zerstören.

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