Basaliom

Update: Aug 7th, 2011

Was ist ein Basaliom?

Das Basaliom, auch Basalzellepitheliom, Basalzellkarzinom oder weißer Hautkrebs genannt, ist ein Tumor des Hautepithels. Meistens tritt es an Hautstellen auf, die direkt der Sonne ausgesetzt sind, also im Kopf- und Halsbereich (Nase, Gesicht, Stirn, Schläfe, Ohren). Es entwickelt sich aus der Basalzellschicht der Oberhaut (Epidermis) und der Haarfollikel. Das Basaliom stellt in Mitteleuropa einen der häufigsten malignen Tumoren dar, schädigt also das umliegende Gewebe und kann auch in Knochen hineinwachsen. In der Regel treten jedoch keine Metastasen auf.


Wer ist gefährdet für Basaliome?

Basaliome kommen vor allem bei älteren Menschen vor ( am meisten betroffen ist die Gruppe der 60 bis 70 Jährigen)  und stellen mit 65% den größten Anteil der malignen Hauttumoren.  Eine Tendenz zum früheren Krankheitsausbruch  bei jüngeren Menschen ist mittlerweile erkennbar. Männer und Frauen sind in gleicher Weise betroffen. 80% der Basaliome treten im Kopf-Halsbereich auf.

Die Krankheitshäufigkeit bei Basaliomen schwankt je nach Sonneneinstrahlung zwischen 20–50 (Mitteleuropa) und 250 (Australien) Erkrankungen auf 100.000 Einwohner. In Deutschland sind es ca. 17.000 bis 20.000 jährlich.

Ursachen für ein Basaliom

Als ursächliche Faktoren für das Basaliom werden in Fachkreisen insbesondere eine genetische Disposition mit geringer Hautpigmentierung sowie die UV-Belastung der Haut diskutiert. Ebenso sind Arsen und auch ein erhöhtes Risiko bei langfristiger medikamentöser Immunsuppression als Auslöser bekannt. Basaliome auf Narben werden ebenso beobachtet wie ein vermehrtes Auftreten derselben bei Menschen mit sogenanntem Albinismus, also mit hellerer Haut-, Haar- und Augenfarbe.

Krankheitsverlauf Basaliom

Das Tumorwachstum beginnt in der Regel ohne eine Gewebeveränderung , die mit einem statistisch erhöhten Risiko für eine bösartige Entartung einhergeht. Basaliome beginnen zumeist als leicht erhabene, gelblich-rötliche Papeln (etwa erbsengroße, erhabene Verdickung der Haut) mit einem Rand, der einer Perlenschnur ähnelt. Daneben gibt es noch andere Formen, z.B. die als rote Flecken erscheinenden Rumpfhautbasaliome oder die an Vernarbungen erinnernden narbig-flachen Basaliomen. Sie entwickeln sich über Monate bis Jahre und gehen schließlich in ulzerierende Schädigungen der Haut über, die auch tiefe Gewebestrukturen zerstören können. Das schrankenlose Wachstum zerstört knorpelige und knöcherne Strukturen und kann Organamputationen wie beispielsweise die Ausweidung der Augenhöhle oder Amputation der Nase oder des Ohres notwendig machen. Wenn durch das Tumorwachstum lebenswichtige Strukturen wie z.B. die Hauptschlagader erreicht werden, sind auch tödliche Verläufe möglich. Metastasen kommen beim Basaliom glücklicherweise sehr selten vor.

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